Wir haben den VCÖ-Mobilitätspreis in NOe gewonnen!

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Der VCÖ (Verkehrsclub Österreich) hat mit Niederösterreichs Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko und der ÖBB drei vorbildliche Mobilitätsprojekte aus Niederösterreich mit dem VCÖ-Mobilitätspreis NÖ 2018 ausgezeichnet. Und KlimaEntLaster ist einer der drei Gewinner! Unser Ziel, die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Transporträdern für Betriebe und Gemeinden in den Klima- und Energie-Modellregionen Amstetten Nord & Süd zu verdeutlichen, hat die Jury überzeugt.

Wir freuen uns sehr über diese Bestätigung unseres Anliegens, den Transportradboom aus der Großstadt in die Regionen zu bringen, wo er ebenso seine Berechtigung und Nutzen hat. Emissionsfreier Warentransport ist logistisch überall möglich und klimapolitisch nötig, das haben unsere Testbetriebe und -gemeinden in ihrem Testmonat erfahren können.Der VCÖ wies in der Laudatio auch auf die Ergebnisse einer Studie des deutschen Verkehrsministeriums hin. Laut dieser Studie können im Wirtschaftsverkehr bis zu 23 Prozent der Fahrten aufgrund ihres Gewichts, Volumens und der Distanz klimaverträglich und emissionsfrei auf Transport-Fahrräder verlagert werden.

„Gesellschaft.Wandel.Mobilität“ lautet das Motto des diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreises, neben dem KlimaEntLaster-Projekt wurden die Volksschule Gloggnitz für ein Maßnahmenpaket zur Verringerung der Elterntaxis und die Stadtgemeinde Wiener Neudorf für ein umfassendes Mobilitätskonzept ausgezeichnet. VCÖ-Sprecher Christian Gratzer gratulierte: „Der Verkehrsbereich steht vor großen Umbrüchen. Digitalisierung, Automatisierung, E-Mobilität und Sharing werden die Mobilität stark verändern. Die Energiewende und Verkehrswende sind auch nötig, um die Klimaziele im Verkehr erreichen zu können. Die heutigen Preisträger zeigen, wie unsere Mobilität klimaverträglicher werden kann“.

Die drei Gewinner des VCÖ-Mobilitätspreis Niederösterreich 2018

Volksschule Gloggnitz: Ziel des Projekts „Mobilitäts-Schule Gloggnitz“ ist die Reduktion des Verkehrsaufkommens durch Elterntaxis und die Erhöhung der Verkehrssicherheit im Schulumfeld. Es wurden zahlreiche Aktionstage veranstaltet, etwa zum Thema „Sicher und bequem am
Bahnhof und im Zug“, ein Schulwegplan für den derzeitigen und auch für den neuen Standort der Volksschule Gloggnitz erstellt, Verkehrserziehungsmaßnahmen durch die Polizei abgehalten sowie zwei Pedibus-Linien initiiert. Zu den umgesetzten Maßnahmen gehören die temporäre Schließung des Schulvorplatzes und die Information über alternative Parkmöglichkeiten, die zu einer merkbaren Beruhigung der Verkehrssituation geführt haben.

Mobilitätskonzept Wiener Neudorf: Das Mobilitätskonzept der Marktgemeinde Wiener Neudorf sieht eine Umverteilung des Straßenraums zugunsten von Gehen und Radfahren sowie die Förderung des Öffentlichen Verkehrs vor. Unter anderem werden schmale Gehsteige zu barrierefreien kombinierten Geh- und Radwegen ausgebaut, der öffentliche Raum insgesamt attraktiviert, kostenlose Fahrten mit der Badner Bahn
angeboten sowie Infrastruktur für Elektrofahrzeuge geschaffen. Die Infrastruktur für den Radverkehr wurde in den vergangenen drei Jahren ausgebaut, von 1.100 Meter im Jahr 2015 auf 2.700 Meter Ende 2018. Darüber hinaus wurden raumplanerische Maßnahmen ergriffen, die Bauträger verpflichten, im Zuge der Bebauung von Grundstücken Maßnahmen zur nachhaltigen Verkehrsentlastung zu ergreifen, beispielsweise in Form von Jahreskarten für den Öffentlichen Verkehr oder durch die Errichtung von Infrastruktur für Elektromobilität oder Radverkehr.

KlimaEntLaster im Mostviertel: Ziel des Klima- und Energie-Modellregionen (KEM) Leitprojekt 2018 „Klima entlasten, Transportrad nutzen“ (kurz KlimaEntLaster) ist es, die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Transporträdern für Betriebe und Gemeinden in der Region zu verdeutlichen. Von Juli bis September können Betriebe und Gemeinden ein Transportrad testen. Unter anderem haben die Gemeinden Waidhofen/Ybbs, Allhartsberg, Weistrach und Zeilern, das Jugendzentrum St. Valentin, das Blumengeschäft Habersohn in Amstetten und der Malermeister Kreuziger in Hausmening ein Transportrad getestet. Darüber hinaus gab es die Möglichkeit auch Transporträder für die Personenmobilität zu testen. Der aus dem Projekt resultierende Transportrad-Leitfaden für Betriebe und Gemeinden wird für Jahresende erwartet.

Gratulation von Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko und Werner Baltram, Geschäftsbereichsleiter der ÖBB-Infrastruktur AG. Ausgezichnet wurden die drei Projektpartner Die Radvokaten (Alec Hager), Energy Changes Projektentwicklungs GmbH (Claudia Leichtfried) und die KEM Amstetten Nord & Süd (Eva Zirkler, Anton Kasser), deren Dank besonders den Transportrad-Partnern Heavy Pedals und 3rad - Clever Cycling gilt und natürlich den MitarbeiterInnen Simone Schwaiger und Peter Provaznik als Transportrad-BeraterInnen vor Ort.